Kunst Forum Weil der Stadt

 

Plakataktion in Lübeck "OHNE KUNST & KULTUR WIRD'S STILL"

Auch in Weil der Stadt in der Wendelinskapelle kann unsere nächste Ausstellung „Greed again“ mit dem Künstler Christian Günther, vom 15.11-13.12.2020 geplant, auf Grund aktueller Bestimmungen leider nicht stattfinden!

Und "Hammering Woman" hat ausgehämmert –

    Lösung der Figur vom Sockel                           mit mobiler Hebebühne

    (Einblick in herbstlichen Ausschnitt)                und Abtransport durch Hanns-Martin Wagner

Anja Luithles 'figürliche Plastik ohne Figur' blieb nach ihrer Ausstellung „Tafelrunde“ seit 8.3. auch nach deren Corona bedingten Schließung auf ihrem hohen Stahlsockel vor der Wendelinskapelle aufgestellt. Jetzt wurde sie doch endgültig abgebaut - wie schade! Der Kapellenplatz war durch sie ein kulturelles Zentrum und sie selbst allein schon der Farbe wegen inzwischen Teil der diesjährigen Ausstellung „TROTZDEM“ des I.G. Schwarz-Weiß Fotoclubs Weil der Stadt geworden.

Diese sehr besondere Fotoausstellung wurde übrigens geschickt und vorausahnend vom Innenraum der Kapelle plakativ an die Außenmauern versetzt und ist ein Beispiel, wie man in dieser nicht absehbaren Pandemiezeit kreativ im Kulturbereich vorgehen kann. Mit unserem bisherigen Erfolgsmodell geht das nicht: originale Kunstwerke wollen wir mit wechselnden Ausstellungskonzepten sich im stilvollen Innenraum der Wendelinskapelle optimal entfalten lassen - Kunstwerke und Raum mit besonderer Aura! Ein Nachdenken über neue Formate und Aktivitäten sollten aber auch wir für die Zukunft wohl grundlegend angehen.

Museen und Galerien müssen schließen, Kunst im Außenbereich allerdings bleibt in Pandemiezeiten zugänglich! Das zur Zeit meistbesuchte und fotografierte Kunstwerk stellte Peter Lenk mit „S 21 – Denkmal einer grotesken Entgleisung“ vor dem Stadt-Palais in Stuttgart kürzlich auf - eine logistische Meisterleistung!

Alle Teilnehmer unseres Ausflugs zu ‚Lenk’-malen am Bodensee werden sich noch gern an dieses amüsante Ereignis im Sommer 2013 erinnern. Die Arbeiten von Peter Lenk passen in kein Ausstellungsgebäude, man muss sie vor Ort besuchen. Nun erhalten wir diese Gelegenheit also in unmittelbarer Nähe!

In einer 'Nacht- und Nebelaktion' wurde das 10-Tonnen-Denkmal Montagnacht vor dem Stadtpalais in Stuttgart auf dem ehemaligen Platz der Bronzestatue des letzten württembergischen Königs, Wilhelm II (Arbeit von Hermann Zimmerle, 1991 eingeweiht), aufgestellt. Der schaut der heiklen Aktion im Hintergrund mit 2 Tiefladern, 1 mobilen Schwerlastkran, viel Sicherheits- und Arbeitskräften (im Foto oben links beim Verlegen des Grundrahmens) interessiert zu. Diesmal übrigens offiziell genehmigt (zumindest bis März 2021) – nicht wie damals bei der höchst umstrittenen „Imperia“ im Konstanzer Hafen. Die avancierte dort inzwischen zum Wahrzeichen der Stadt! Der Aufbau des gesamten Denkmals hier mit unzähligen Figuren und Einzelelementen dauerte bis in den frühen Dienstagmorgen. Das über 9 Meter hohe Endergebnis ist nun überall in den Medien und natürlich vor Ort an der B14 zu bestaunen, und die Teilnehmer unseres Kunstausflugs von 2013 werden sich an den „Schelmenbaum“ in Emmingen-Liptingen oder „welcome idiots“ am Zollhaus in Ludwigshafen erinnert fühlen (Archiv/2013)