Kunst Forum Weil der Stadt

 

In der Weil der Städter Wendelinskapelle sind Bilder und Keramiken des Rottenburger Künstlers Rolf Altena zu sehen. Der 1947 geborene Altena hat nach einem Studium der Chemie in Stuttgart an der Stuttgarter Kunstakademie studiert, wo er bis 1994 auch einen Lehrauftrag hatte. Er ist Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg. In seiner künstlerischen Arbeit beschäftigt er sich neben Malerei und Zeichnung intensiv mit künstlerischer Keramik. Seine Bildsprache ist geprägt durch figurative Erfindungen, die aber immer stark abstrahiert und vereinfacht sind und somit zu eigenständigen Formen werden: „Es hat mich immer interessiert, wie Formen aufein-ander reagieren. Ein Fleck, Linien – für mich sind das lebendige Wesen. Vertragen sie sich oder streiten sie miteinander? Wie muß ich fortfahren, damit sie beginnen etwas zu erzählen? Gelingt es mir, so habe ich mein Ziel erreicht" - so Rolf Altena über seine Arbeit.

    Der Vorsitzende des Kunstforums Dr. Marko Burghard, Rolf Altena, H.P. Schlotter und Erster Beigeordnete der Stadt Weil der Stadt Jürgen Katz (von links im Foto oben links)

   

  

   

„Lachende und weinende Orte“, „Fröhliche Unterwelt“ oder „Moritaten“ sind Bildtitel des Bildkünstlers und Keramikers Rolf Altena aus Rottenburg am Neckar. Es sind Titel, die das erwartbar Erzählerische wenig abbilden, sondern eher Anmutungen oder ein Gefühl schaffen für das, was der Betrachter überraschenderweise zu sehen bekommt. Es ist die Bildwelt und Ausdruckssprache des Künstlers Altena, die er seit Jahren entwickelt hat und pflegt. Diese ist nicht abbildhaft, aber auch nicht völlig ungegenständlich. Figuren, Gegenstände, abstrakte Formen sind erkennbar und benennbar, aber frei zeichenhaft gestaltet. Man kann vielleicht an Picasso oder Miro denken, Künstler, die Rolf Altena auch als vorbildhaft anerkennt, oder bisweilen an Bildzeichen archaischer Kulturen - Altena sieht sich jedenfalls in einer Kunsttradition nicht nur des 20. Jahrhunderts, sondern einer überzeitlich menschlichen. Er jagt nicht, wie er sagt, nach originellen und schnellen Kunstmarktneuigkeiten. Seine künstlerische Handschrift ist ausgereift, ob es sich um kleine, fast kindlich anmutende Skizzen und größere Tafelbilder handelt, oder um die Künstlerkeramik, die Altena meisterhaft beherrscht. Auch in den gezeigten Tellern und Gefäßen ist der Bezug zur klassischen Moderne zu finden, obwohl die traditionelle Technik völlig eigenständig neu persönlich `altenaisch´ aufgefasst ist.

Zu sehen ist eine harmonische und sehr klar ästhetisch präsentierte Ausstellung im Weil der Städter Kapellenraum, die durchaus genießerisch wahrgenommen werden kann. Die Arbeiten bleiben dabei trotzdem geheimnisvoll, was generell ein Aspekt der Kunst ist, wie der „Erste Beigeordnete“ der Stadt, Jürgen Katz, in seiner Ansprache feststellte. Er überbrachte, neu in seinem Amt, zum ersten Mal beim Kunstforum die Grüße der Stadtverwaltung, nachdem der erste Vorsitzende Marko Burghard die zahlreichen  Besucher der Vernissage begrüßt hatte. In einem einführenden Gespräch zwischen H.P.Schlotter und Rolf Altena erfuhren die Gäste sehr lebendig vieles über die Gedanken und Auffassungen des Künstlers Altena, die in seinen Werken offenbar werden.

Unter weiteren anwesenden Künstlerinnen und Künstlern waren auch einige, die früher schon beim Kunstforum ausgestellt haben. Bei Getränken und Gebäck fanden noch zahlreiche Gespräche und Begegnungen statt.

Die Ausstellung ist bis zum 2.Dezember (Finissage um 16.00) geöffnet.

Freier Eintritt!

Öffnungszeiten: Fr.16-19 Uhr, Sa und So 11-17 Uhr.

 

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