Kunst Forum Weil der Stadt

 

 

Moritz Baumgartl zählt zu den Klassikern der gegenständlichen Malerei im deutschen Südwesten. Der 1934 in Frühbuss im Erzgebirge geborene Künstler bevölkert mit seiner unerschöpflichen Fabulierlust Bildszenarien mit sonderbaren Gestalten, die er oft  zu meisterlich absurden Auftritten gruppiert. Günther Wirth beschrieb dies in seinem Standardwerk „Kunst im deutschen Südwesten von 1945 bis zur Gegenwart“ treffend:

“Das Bewusstsein, dass die Welt voller mehrdeutiger Erscheinungen ist und daher im Gesamten vieldeutig, führt Moritz Baumgartl (...) zu der Einsicht, dass sie vom Künstler ein bildnerisches Ordnen verlangt. Doch vollzieht er dieses Ordnen niemals kühl, sondern mit einem nur diesem Maler eigenen Engagement, in welchem sich Realität und Vision, Traum und Phantasie auf sonderbare Weise vermischen. Unter solchem Aspekt geht es Baumgartl (....) häufig um Veranschaulichung von Beziehungen, in denen sich-bei Personen und Dingen-Vergangenheit und Gegenwart überlagern und sich völlig unerwartet bildnerische Antworten erteilen .So entsteht im Kontext Mysteriöses.“

Moritz Baumgartl, der selbst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert hat, lehrte dort zwischen 1976 und 2000 als Professor. Zahlreiche, inzwischen renommierte Künstler haben bei ihm studiert. So auch Peter Riek, der dieses Jahr ebenfalls beim Kunstforum Weil der Stadt in der Wendelinskapelle ausgestellt hat.

Bei der Eröffnung der Ausstellung "Haltestellen" von Moritz Baumgartl am letzten Sonntag begrüßte H.P. Schlotter in der dicht gefüllten Wendelinskapelle viele ehemalige Studenten des Künstlers. Im Anschluss sprach Susanne Widmaier ein erfrischendes Grußwort seitens der Stadt. Daran anknüpfend beschrieb Dr. Tobias Wall sowohl die Person Baumgartl als auch die Entstehung und Bedeutung seiner Malerei sehr kenntnisreich und gewürzt mit einer Prise Humor.

  

  

  

Finissage ist am 10. Dezember mit einem abschließenden Kunstgespräch.